Erinnerungen, die mein Leben schreibt – Teil I

Es gibt Erinnerungen, an die denke ich nicht so gern zurück. Und es gibt Erinnerungen, an die denke ich ziemlich oft zurück. Und oft weiß ich schon, während ich die Erinnerung lebe, dass ich diesen Moment festhalten, einfrieren und für immer im Herzen behalten möchte und auch werde. Und manche Erinnerungen entwickeln sich erst mit der Zeit zu diesem tollen Gefühl, dass dann für immer bleibt. So geschehen mit Köln und liebgewonnenen Theatermenschen.

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Seit ich begann mich für Technik und die Medienwelt zu interessieren, lag mein Schwerpunkt auch immer auf Köln – die Medienhauptstadt! Aus anfänglichen Besuchen wuchs der Wunsch meinen Wohnsitz und meine Arbeitswelt in diese Stadt zu verlagern. Ich war also immer mehr auf dieses Köln fixiert, sodass ich praktisch umziehen musste. Und so kam es dann auch: Ich begab mich mit Sack und Pack in meine große Wunschstadt: Köln! Kaum angekommen lernte ich für mich heute echt wichtige Menschen kennen. Damals konnte ich das noch nicht wissen, aber es entwickelte sich mit der Zeit zu etwas ganz besonderem – denn wir ließen uns aufeinander ein.
Und das kam so: Für mein Studium musste ich noch ein Praktikum absolvieren. Ein kleiner, damals noch heimlicher Wunsch war, Regieassistentin am Theater zu sein. Und ich bewarb mich blindlings. Es ging eine Bewerbung an einen Regisseur, den ich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht kannte, aber heute nicht mehr missen möchte. Und wie es der Zufall, Gott oder auch ich so wollten: Er suchte eine Regieassistentin! Wir trafen uns und entschieden uns – trotz anfänglicher Bedenken – zusammen zu arbeiten. Über die Zusammenarbeit kam es immer wieder zu neuen Kontakten und auch ein privater Kontakt entstand. Und so zähle ich Hans Kieseier heute durchaus zu einem guten Freund! Über die damalige Zusammenarbeit mit meinen Blackboxern habe ich hier schon mal berichtet, aber meine liebste Erinnerung waren doch die zwei Tage beim Theaterfest in Sankt Vith/Belgien.
Aus diesem Praktikum sind so viele andere tolle Sachen entstanden, dass ich gar nicht alle aufzählen kann. Aber etwas ganz besonderes möchte ich hier erwähnen: Ozan & Tunc! Eines Tages bekam ich einen Anruf, ob ich nicht Lust hätte, mit den beiden auf Tour zu gehen und die Technik während der Show zu fahren. Ehrlich gesagt verstand ich die Frage nicht… Ob ich nicht Lust hätte? Ich musste keine Millisekunde überlegen. Ich hatte nicht nur Lust – ich brannte dafür!! Es war eine ganz wunderbare Erfahrung!

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Irgendwann jedoch wuchs in mir das Gefühl, dass es Zeit für eine Veränderung wurde. Und so entschied ich mich tatsächlich dafür, Köln zu verlassen. Ich weinte beim Abschied. Und knapp drei Jahre lang konnte ich nur schwer daran denken – ohne das mir die Tränen kamen. Ich hatte viele Erinnerungen an die Zeit aufgehoben und so nach und nach holte ich doch alles wieder hervor. Wie sagt man so schön: mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn einerseits versetzte es mir einen Stich ins Herz und andererseits ließ mich der Gedanke an die Erinnerung lächeln. Es gibt eine DVD, die ich ganz hinten versteckt hatte, denn es tat zu weh. Aber eines Tages überkam es mich dann: Ich legte die DVD in meinen Player und wurde komplett weggefegt. Ich schaute unser Stück noch mal an und auch die dazugehörigen Proben – vor allem die, denn an denen ist das ganze Ausmaß der Freude messbar. Es ist so schön, dass ich diese Erinnerung festhalten durfte. Und es ist noch schöner, dass ich sie heute anschauen kann – ohne weinen zu müssen, weil es vorbei ist, sondern dass ich lachen kann, weil ich dabei war.
Aber da war noch eine weitere Hürde, die es zu erklimmen gab: ein Kölnbesuch! Denn bis auf einen kurzen Abstecher aufgrund eines Bloggerevents traute ich mich drei Jahre nicht nach Köln. Und wieder überkam es mich ganz plötzlich: Ich buchte Zugtickets, sagte Hans Bescheid, dass ich Ozan & Tunc überraschen möchte und fieberte dem Termin entgegen. Es war soweit: Ich saß im Zug und war gar nicht so nervös wie ich selbst gedacht hätte. Angekommen in Köln war ich sofort in dem alten Fieber wieder drin und es war einfach nur schön. Als erstes stand ein Treffen mit Hans an und obwohl wir uns über drei Jahre nicht gesehen hatten, war alles beim alten: Er sagt etwas, ich lache – nichts hatte sich verändert. Und das ist schön, das ist einfach schön! Wir tranken also Kölsch und erzählten eine Stunde, die mir vorkam wie zehn Minuten. Wobei eine Stunde erzählen nicht ganz stimmt, denn bestimmt die Hälfte davon lachten wir gemeinsam. Was gibt es eigentlich schöneres als gemeinsam zu lachen? Nicht viel, denke ich.

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Ich ging dann weiter zum Theater, in dem Ozan & Tunc an dem Abend spielen sollten. Dort musste ich noch eine Weile warten und dann stieg meine Aufregung doch etwas. Ich wusste schließlich nicht, wie die Jungs reagieren würden. Aber was dachte ich mir überhaupt, wie sie reagieren würden? Sie freuten sich natürlich genauso sehr wie ich und schwups war meine Aufregung verschwunden und ich einfach nur glücklich. Es war auch hier wie in alten Zeiten: die beiden machten Quatsch und ich lachte! Wir erzählten viel und bauten gemeinsam auf. Wobei ich natürlich dieses Mal nicht so viel helfen konnte, hatte ich doch das neue Stück noch nicht gesehen. Es war ein wunderschöner Abend und ich genoss die Vorstellung sehr – die sogar mit persönlicher Liebeserklärung war, hach…! Natürlich ließen wir uns die Gelegenheit nicht nehmen und tranken danach noch ein Kölsch gemeinsam. Und ach, was soll ich sagen: Es fühlte sich alles einfach richtig und wunderbar an. Und so konnte ich dann auch sehr glücklich abends in meinen Zug steigen um weiter nach Schweden zu fahren. Und ich war nicht nur glücklich – nein, ich war auch stolz – stolz darauf, dass ich die Angst vor Köln in Freude gewandelt habe und zurück gegangen bin. Die nächsten Trips sind schon geplant und ich kann es kaum abwarten wieder einen Abend durchzulachen.

Nachwort 1: Behaltet wertvolle Erinnerungen im Herzen, sie helfen durch schwere Zeiten!
Nachwort 2: Ich glaube, ich schaue gleich noch eine DVD an … dabei werde ich lachen und an eine wunderschöne Zeit zurück denken.

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#HauptsacheReisen – Irland. Ein Urlaub der anderen Art.

Ihr kennt das: Urlaube sind immer ewig weit weg. Wenn sie dann da sind, sind sie viel zu schnell vorbei und schon kurze Zeit später kommt es einem so vor als sei es ewig her. Gefühlt ist das ja wirklich immer so, vor allem für ungeduldige, reiselustige Menschen wie mich.
Und so kommt es, dass ich bereits gegen Ende des aktuellen Urlaubs Pläne für den nächsten schmiede – wenn ich überhaupt so lange warten kann. Aber dazu habe ich die nötige Selbstbeherrschung entwickelt, denn man soll sich ja bekanntlich nur auf eine Sache konzentrieren und diese richtig genießen.
Und es ist ja auch nicht so, dass ich nicht gern nach Hause komme. Doch, das mag ich wohl sehr. Allerdings mag ich das nur für ein paar Tage gerne, danach ist das Kribbeln ganz schnell wieder da. Mein Körper und meine Seele wollen dann wieder raus und neue Sachen sehen. Sie wollen nicht weg von dem was sie haben, sie wollen nur immer neue Erlebnisse und Erkenntnisse dazu gewinnen.
Und so würde ich gerne gar nicht mehr immer mal in den Urlaub fahren wollen, sondern gerne zurück kommen, weil ich weiß, dass ich bald wieder los kann.

Urlaub bedeutet für mich, neue Länder zu bereisen; Städte zu besuchen, in denen ich vorher noch nie war und fremde Umgebungen zu erkunden. Das Wort „fremd“ sagt aus, dass man nie wirklich weiß, was einen erwartet. Aber wie soll man es auch wissen, bevor man nicht dort gewesen ist. Also nicht allzu lange überlegen, sondern reisen, sehen und erleben!
Die Kunst der Reisenden ist doch, sich nicht vom ersten Eindruck täuschen zu lassen, sondern einen Blick hinter die Kulissen zu wagen. Und wenn man mich nach meinem letzten Urlaub fragt, habe ich genau das gemacht. Ich hatte Spaß und habe die Umgebung erkundet. Ich habe es mir so richtig gut gehen lassen. Denn Urlaub bedeutet auch, nicht von Termin zu Termin hetzen zu müssen. Urlaub bedeutet, entspannt in den Tag zu starten. Im Urlaub mache ich auch gerne mal Quatsch auf dem Hotelbett. Und hinterher lache ich dann darüber, wenn ich bei einer Rolle vorwärts einfach mal gekonnt zur Seite falle.

Als wir Mitte April in Wexford, Irland ankamen, waren wir wenig begeistert, dass wir erstmal über „die große Brücke“ mussten. Die große Brücke sah im Internet nicht so groß aus und so konnten wir den Lautstärkepegel, der auf dieser Brücke herrschte, nicht im Geringsten erahnen. Also hieß es jeden Morgen: „Ab über die Brücke – und das im Sturmschritt“! Unser Ziel, das Riverbank House Hotel, lag genau „hinter“ der großen Brücke und so übertrug sich der Lärm direkt ins Bett. Die LKWs fuhren praktisch am Bett vorbei, denn zwischen Fenster und Straße lagen nur etwa 2 1/2 Meter. Dafür hatten wir einen direkten Blick aufs Wasser und konnten so jeden Abend den Sonnenuntergang genießen. Den Hoteleingang fand ich wunderschön und jedes Mal, wenn wir das Hotel betraten, wurden wir sehr freundlich begrüßt. Das macht so viel aus und direkt gute Laune.

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Der nahegelegene Stadtkern war auf den ersten Blick gar nicht so schön. Doch wir erkundeten ihn trotzdem. Jeden Tag ging es in eine andere Richtung und wenn man genau hinschaut, hat man in jeder Ecke eine andere sehr fotogene Aussicht entdeckt. Ich mag es ja wirklich gerne, so einsame Gegenden zu erkunden und Ausschau nach schönen Fotomotiven zu halten. Einsam wirkende Tore müssen gar nicht immer so einsam sein und trotzdem machen Sie sich gut auf Fotos. Auch die Bank stand da nicht so einsam herum, befand sie sich doch genau gegenüber vom Hotel, aber es kommt immer auf die Betrachtungsweise an, nicht wahr? Und so flogen mir in diesem Urlaub die bekannten irischen Klippen nicht entgegen – ich suchte mir die schönen Landschaften selbst.

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Und wenn man dann wirklich mal in Irland ist, muss man auch einen echten irischen Pub besuchen. Einige Tage waren schon vergangen und wir waren immer noch nicht in einem echten irischen Pub gewesen. Mussten wir doch immer über „die große Brücke“, Sturmschritt und so, ihr wisst schon und das noch nach dem Abendessen? Wo man doch schon fast vom Esskoma in den Tiefschlaf gefallen ist. Da fiel es uns oft schwer, uns aufzuraffen. Aber wir wussten, irgendwann wollten wir ein echtes Guiness trinken und dabei einen echten Iren echt irisch echte irische Folklore singen hören. Eines Abends rafften wir uns dann doch noch auf und trauten uns tatsächlich so einen echten irischen Pub mit echten Iren zu betreten. Und echt irisch war dann auch die Bedienung: kurz und knapp. Aber wir nahmen das einfach mal so hin und vertrieben uns die Zeit bis plötzlich ein junger, knackiger Ire die Schwingtür aufstieß und seine ganze Technik an Ort und Stelle platzierte. Es dauerte noch etwas, aber wir kamen bald in den Genuss von seiner sanften, durchdringenden Stimme. Gemütlichen Schrittes gingen wir dann zurück Richtung Hotel und – ihr ahnt es sicher schon – wir mussten wieder über die Brücke. Aber nachts wirkte die Brücke plötzlich so friedlich, fuhr doch kaum ein Auto zu der Tageszeit. Und so konnten wir den Abendspaziergang inklusive Brücke tatsächlich doch noch genießen.

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Dieser Urlaub war nicht der spannendste, in dem ich je war. Zumindest ist er nicht mit dem „Pilgern auf dem Jakobsweg“ oder „4 Länder in 17 Tagen“ vergleichbar. Und trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb, hatte er doch etwas Besonderes. Denn wir waren in einer Stadt, in der wir vorher noch nie waren. Wir ließen es uns zehn Tage einfach nur gut gehen und taten, wonach uns gerade der Sinn stand. Das war herrlich und hat die eigentliche Bedeutung von Urlaub ganz gut getroffen. Ich bin mir sehr sicher, dass es mich irgendwann noch mal nach Irland ziehen wird – dann hoffentlich mit Klippen und noch immer anhaltender Urlaubsgelassenheit.

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Meer-Kooperation: Liebe Stiefelsocken …

Ich muss euch heute leider sagen,
da braucht ihr gar nicht zu verzagen:
Ihr seid so überhaupt nicht mein Fall,
nehmt es mir bitte nicht übel at all.

Ihr könnt bestimmt sehr viel,
seid sicher auch stabil.
Weder zu klein noch zu groß
und dennoch gefühlt ein Kloß.

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Meine Füße waren leider wenig begeistert,
von dem starren Material – wie gekleistert.
Glücklicherweise nicht so schwarz wie Kohle,
doch warum die Naht direkt an der Sohle?

Ihr dürft natürlich dennoch bleiben,
man muss es ja nicht übertreiben.
Danke den Gummistiefelexperten,
welche mir dieses Geschenk bescherten.

Nachwort: Die Stiefelsocken wurden mir von Etrias zur Verfügung gestellt. Ich bekomme kein Geld dafür. Ich sage meine Meinung ehrlich und frei heraus!!

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… und plötzlich war Weihnachten!

Als ich am 25.09.2015 auf dem Weg nach Föhr war, bekam ich einen Anruf. Auf einer Fähre, die zwischen Deutschland und Schweden pendelt, wird eine Passagierbetreuerin gesucht – ob ich daran Interesse hätte?! Ja, hatte ich! Seitdem sind 3 Monate vergangen und mir kommt es vor wie 3 Wochen.

Anfang Oktober war ich beim Vorstellungsgespräch in Rostock (Distanz: 2 x 450 km). Eine Woche später fuhr ich zum Probearbeiten nach Rügen (Distanz: 2 x 600 km). Danach bekam ich Bescheid, dass ich genommen wurde. Nach einigem Hin und Her ging es dann wieder über Rostock (Distanz: 450 km) – um mich seetauglich zertifizieren zu lassen – nach Rügen (Distanz: 150 km plus 600 km), um Ende Oktober den offiziellen Arbeitsbeginn anzutreten. Eine Woche hatte ich dann Zeit, mir eine Wohnung zu suchen, ein Auto zu kaufen und meinen Umzug vorzubereiten.

Und es ging noch eine Stufe höher: Mit MEINEM Auto fuhr ich als nicht wirklich geprobte Autofahrerin einfach mal so eben für 2 Wochen nach Rostock (Distanz: 450 km) um dort einen Sicherheitskurs zu absolvieren. Dieser Sicherheitskurs verlangte mir noch mal extra was ab, aber dazu ein anderes Mal mehr. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich natürlich auch vor Arbeitsbeginn Pläne geschmiedet hatte und so kam es, dass ich in jeder freien Zeit, die glücklicherweise gerade so aufging, mich ins Auto setzte und zum Beispiel am Wochenende, dass ich sonst in Rostock verbracht hätte, nach Köln zur Blogst fuhr (Distanz: 2 x 600 km).

Als ich dann die Prüfungen am folgenden Freitag erfolgreich bestand, fuhr ich nach Rügen (Distanz: 150 km), unterschrieb einen Mietvertrag und legte eine Luftmatratze auf den Fußboden, damit ich die Nacht nicht ganz auf dem Fußboden schlafen musste, sondern gute 5 cm Abstand davon hatte. Für eine Nacht war es annehmbar, hieß es doch am nächsten Tag sowieso direkt wieder: Aufsteigetag. Ich fuhr knapp eine Woche und hatte am nächsten Wochenende direkt den nächsten Termin: eine Bloggerreise! Die Fahrt von Rügen (Distanz: 600 km) war schwierig, weil sich so langsam die Müdigkeit mir wirklich sehr unhöflich aufdrängte. So danke ich dem Erfinder von RedBull für seine Idee, was auch immer sich in diesem Gesöff befindet.

Und weil das alles noch nicht genug war, leuchtete auf der Rückfahrt (Distanz: 600 km) meine Öllampe auf – yeah! Es wurde langsam dunkel und ich habe noch nie Öl gewechselt. Und auch hier möchte ich jemandem danken: Danke sehr netter Mann mit süßer Tochter, dass du dich meiner angenommen und mir geholfen hast. Ich weiß das wohl sehr zu schätzen! Es war direkt am nächsten Tag wieder mein Aufsteigetag und so startete ich in meine erste komplette Fahrwoche.

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Ach herrlich, mittlerweile fühle ich mich auf der Autobahn zuhause, denn es ging direkt am Absteigetag noch zurück (Distanz: 600 km) – ein privater Termin wartete – und es hat sich so gelohnt. Obwohl mir bewusst war, dass ich auch den Weg zurück antreten musste (Distanz: 600 km) und natürlich mit RedBull vorgesorgt hatte, war ich nicht besonders angetan. Aber es hilft nichts.

Nun nach einer Fahrwoche mit Doppelschichten kann ich sagen: Ich bin reif – reif für Urlaub! Ja, das bin ich wohl! Ich hatte die Tagschicht und war da zu Beginn sehr froh drüber, hinterher stellte es sich gar nicht als die bessere Partie heraus, denn schlafen war eh nicht drin. Windstärke 9 wusste es zu verhindern. Nachdem ich nun also wieder 600 km auf den Straßen Deutschlands verbracht habe, sitze ich vor unserem Tannenbaum und frage mich, wo die letzten drei Monate geblieben sind. Ich habe mich in den drei Monaten so ziemlich allen meinen Ängsten gestellt und bin stolz auf mich! Ich bin dankbar für die Zeit, aber auch dafür jetzt 4 Tage komplett nichts machen zu müssen – außer schlafen und essen natürlich, denn beides kam zu kurz.

Die Distanzen waren nur als Gedankenstütze für mich, denn ich bin selbst total überrascht: Mein Auto ist nun knapp 2 Monate in meinem Besitz und ich bin schon fast 6.000 Kilometer gefahren. Und die Frau bei der Versicherung meinte noch so: Also 9.000 Kilometer im Jahr muss man erst einmal schaffen. Ich glaube, ich komme da nur ganz leicht drüber… Und genau deshalb bin ich froh, dass Auto nun für 4 Tage stehen lassen und einfach nichts machen zu können. Yeah!

Somit verabschiede ich mich in meinen Weihnachtsurlaub und hoffe, eurer wird ebenso erholsam. Lasst es euch gut gehen und genießt gemeinsame Familienzeit, denn das entschädigt doch für alles, oder nicht? Wir sehen uns 2016 in alter Frische wieder!

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Meer Kooperation Teil III: Wie ich mit dem Weihnachtsmann über den Papst sprach

Im Rahmen der Pressereise über die Thüringer Weihnachtsmärkte, organisiert von Thüringen Tourismus, besuchten wir natürlich auch den Erfurter Markt, der in diesem Jahr zum 165. Mal stattfindet. Erfurt hat etwa 200.000 Einwohner. Langweilige Information denkt ihr jetzt? Ich erzähle euch das als Vergleich, weil ich noch eine weitere Zahl für euch bereit halte: Es kommen in jedem Jahr 2 Millionen Besucher – nur für den Weihnachtsmarkt!

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Das muss nicht, kann aber mit folgender Geschichte zusammen hängen: Die Tradition, einen Baum im Haus aufzustellen, kommt aus Thüringen – juhee! – wobei er zuerst von der Decke gehangen wurde, das Aufstellen kam dann später.
Es kann aber auch daran liegen – und diese Möglichkeit ist wohl wahrscheinlicher -, dass dieser Weihnachtsmarkt in einem wunderschönen Ambiente veranstaltet wird. Denn neben den Märkten am Anger, am Fischmarkt, am Hauptbahnhof, dem Mittelaltermarkt am Wenigemarkt und dem Kleinbayrischen Markt an der Krämerbrücke findet ein großer Teil natürlich am Dom statt. Und wer würde nicht den Besuch auf einem Weihnachtsmarkt in der Abenddämmerung – immer den Blick auf den beleuchteten Dom – genießen?

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Jetzt fragt ihr euch bestimmt, warum ich mit dem Weihnachtsmann über den Papst gesprochen habe. Das kam nämlich so: Wir drehten zuerst unsere Runde durch die Altstadt, in der sich ca. 200 Stände befinden, und endeten dann direkt vor dem Dom. Und dort trafen wir auf den Weihnachtsmann. Dieser führte uns rum. Von den Lebkuchen ging es über die Original Thüringer Rostbratwurst samt Glühwein zum Christstollen und dann weiter auf das Riesenrad. Und während wir da so entlang schlenderten, trat ich ganz mutig an den Weihnachtsmann heran und sagte zu ihm: Na Weihnachtsmann – wie läuft es so bei dir? Über diesen tollen unübertrefflichen Einstieg konnten wir ja nur ins Gespräch kommen, dass uns bis zum Papst führte. Das Thema Papst an sich, war jetzt keines, was ich hier weiter ausführen würde, aber als Aufhänger fand ich es passend. 🙂

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Als bekennender Schokoladenliebhaber hatte ich natürlich besonders viel Freude am Besuch der Goldhelm Schokoladen Manufaktur. Und ich meldete auch direkt mein Interesse am Chocolatier an – welche Frau kann schon einem Mann widerstehen, der den ganzen Tag mit Schokolade arbeitet? 🙂

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Ich kann also aus vollem Herzen behaupten, dass ich diesen Abend in Erfurt sehr genossen habe! Die Atmosphäre in Erfurt ist für mich immer wieder überraschend schön und mittlerweile sollte ich mich wohl daran gewöhnen, dass Erfurt für mich zu den schönsten Städten Deutschlands gehört. Erfurt ist – auch außerhalb der Weihnachtszeit – eine Reise wert!

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Nachwort: Die Thüringer Tourismus GmbH hat mich freundlicherweise auf diese Reise eingeladen. Für meine Meinung kriege ich kein Geld, ich sage alles frei und ehrlich!

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Kreativ in der Wochenmitte #30

Endlich bin ich mal wieder kreativ geworden, jawoll ja. Wenn auch nur kurz und mit Hilfe, weil ich es ansonsten zeitlich nicht geschafft hätte.
Vom Lisa Freundeskreis hatte ich ein paar leckere Raffaello-Kugeln zugeschickt bekommen. Ungefähr zeitgleich hatte ich mich für einen Blogger-DIY-Adventskalender gemeldet und wollte das so gern verbinden. Jetzt konnte ich ja nicht einfach die Raffaello so verschicken – das wäre langweilig gewesen, gell? Und dann kam mir irgendwann die Idee, dass ich mir schon immer mal eine Raffaello-Kugel an den Weihnachtsbaum hängen wollte. YEAH! 23 andere Blogger können dies nun tun und ihr auch, wenn ihr wollt. Ist ganz easy-peasy – ihr braucht nur Styroporkugeln, einen Metallstab, weißen Nähfaden, weiße Wandfarbe und Kokosraspeln.

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Zuerst steckt ihr den Metallstab, am besten mit einem breiten „Kopf“ unten, durch die Styroporkugel und rundet das ganze oben mit einer Öse ab. Der Bindfaden wird durch die Öse gezogen und kann damit an den Baum gehangen werden. Danach wird die Kugel in die weiße Farbe getaucht und dann durch die Kokosraspeln gezogen. Trocknen lassen. Fertig.

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Und ich war wirklich selbst überrascht: Die Kugeln sahen am Ende wirklich wie Raffaellos aus. Lecker! Ich kann nur hoffen, dass nicht einer der Adventskalenderteilnehmer ausversehen reinbeisst, hihi 🙂

Nachwort 1: Die Raffaello-Kugeln wurden mir freundlicherweise vom Lisa Freundeskreis zugeschickt. Ich habe dafür kein Geld bekommen und sage meine Meinung frei und ehrlich!
Nachwort 2: Ein ganz besonderer Dank geht an meine beiden Weihnachtswichtel – großen Dank für eure Hilfe!

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Meer-Kooperation Teil II – Weihnachtskugeln selbst blasen

Letzte Woche hatte ich euch ja schon einen kleinen Einblick in den Beginn unserer Bloggerreise gegeben und heute geht es weiter. Wir waren in Lauscha. Wie? Ihr kennt Lauscha nicht? Ich kannte es vorher auch nicht, kann es euch aber nun – nach genauer Prüfung – wärmstens ans Herz legen.

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Lauscha ist die Geburtsstadt des Christbaumschmucks. Und das kam so: Früher wurden Süßigkeiten an den Baum gehangen. Als dann eines Jahres das Geld knapp wurde, gab es also auch keine Süßigkeiten. Zum Glück gab es damals den Glasbläser Mr. Woolworth. Er mochte den Anblick des leeren Baumes wohl nicht und dachte sich dann, dass er seine Glaskugeln, die sonst beispielsweise als Halsschmuck dienten, einfach etwas größer blasen würde, damit sie an den Baum gehangen werden konnten. So war der Christbaumschmuck geboren.

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In der Farbglashütte in Lauscha wird Tradition noch groß geschrieben. Und so wird das Glas noch selbst geschmolzen, gezogen, geformt, gefärbt – alles wird von Hand gemacht.
Ein kurzer Einblick soll dieses Video geben:


Ich war ganz begeistert und folgte jedem Schritt mit wachen Augen. Die Glasbläserei ist gewiss kein langweiliger, eintöniger Beruf. Es steckt körperliche Arbeit dahinter, die sicher auch Abwechslung birgt.

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Die Glasbläserei ist also ein Berufszweig, in den man viel Herzblut und Energie steckt. Die Mitarbeiter der Farbglashütte Lauscha sind sich dessen bewusst, dass sie die breite Masse damit nicht bedienen können. Das wollen sie aber auch gar nicht. Sie wollen eine Nische erreichen und das schaffen sie mit Sicherheit immer wieder. Auf jeden Fall haben sie bei uns in Herz getroffen!

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Wir durften dann auch selbst tätig werden. Und wenn es eine Liste gäbe, mit Dingen, die ich noch nie gemacht habe, aber gerne mal machen würde, dieser Punkt hätte mit Sicherheit darauf gestanden: eine Glaskugel selbst blasen! Yeah, denn genau das habe ich getan!

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Vielen Dank für diesen tollen und umfassenden Einblick in die Entstehung des Christbaumschmuckes. Als großer Weihnachtsfan konnte ich natürlich gar nicht genug kriegen.

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Nachwort: Die Thüringer Tourismus GmbH hat mich freundlicherweise auf diese Reise eingeladen. Für meine Meinung kriege ich kein Geld, ich sage alles frei und ehrlich!

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„Liebster Award“ – Getaggt von Sunny

Es kam mal wieder ein Tag ins Postfach geflattert. Er kam ganz plötzlich und unaufhaltsam auf mich zu. Eigentlich wurde er schon vor einiger Zeit zu mir geschickt, aber da konnte ich mich aufgrund von chronischem Zeitmangel noch nicht darum kümmern. Aber jetzt. Jetzt mache ich das. Los geht’s!

Die liebe Sunny hat mich übrigens mit dem „Liebster Award“ getaggt und dafür möchte ich mich ganz herzlich bei ihr bedanken!

1) Welches Deiner bisherigen Lebensjahre dürfte sich gerne immer (oder zumindest eine zeitlang) wiederholen?
Definitiv mein erstes Jahr in Schweden. Das Jahr war eines der besten meines bisherigen Lebens. Ich habe es so sehr genossen und denke oft und gern daran zurück.

2) Welches Bild hast Du bei dem Stichwort “meine Kindheit” als erstes vor Augen?
Das ist das Bild, wie ich als ganz kleiner Krümel immer mit zwei Bausteinen durch die Wohnung gekrabbelt bin. Ach, ich muss diese beiden Bausteine mit Loch in der Mitte geliebt haben. Laut Erzählungen wollte ich sie nie wieder hergeben. Gut, dass ich das nicht durchgezogen habe 🙂

3) Bist Du gerne zur Schule gegangen und wenn ja, wieso bzw. wenn nein, wieso?
Schule und ich? Wir waren nie gute Freunde! Ich mochte die stupiden Theorien dort überhaupt nicht – alles musste immer genauso sein wie es sich die alteingesessenen Lehrer gedacht hatten. Es durfte nichts abweichen und andere Meinungen waren sowieso inakzeptabel. Nichts für mich.

4) Wusstest Du schon früh, was Du später “werden” möchtest oder hat sich das eher im Laufe der Zeit gezeigt?
Ich wusste nie so richtig, was ich wirklich werden wollte. Zum Ende der Schulzeit tendierte ich mal zum Hotelfach, schlussendlich ging ich aber nach Schweden und studierte danach Medientechnik.

5) Seit wann ist das Bloggen in Dein Leben getreten?
Mit dem Bloggen habe ich im November 2013 begonnen. Am Anfang ganz langsam und vorsichtig, es wurde dann mit der Zeit immer etwas mehr bis ich im Herbst 2014 zu „Bloggen mit Herz“ fuhr und meinen Blog seither wirklich als Hobby betrachte.

6) Welche Art von Blogs liest Du am liebsten?
Ich lese am liebsten kreative Blogs und solche Blogger, die lustige und interessante Geschichten aus ihrem Alltag erzählen. Bei mir hängt auch vieles vom Schreibstil des Bloggers ab.

7) Reist Du gerne und wenn ja, wohin?
Ja, ich liebe Reisen! Grundsätzlich liebe ich natürlich Skandinavien, aber ich erkunde auch immer sehr gerne andere neue Länder, die ich noch nicht bereist habe. Mal schauen, was da noch so kommt.

8) Rucksacktour oder Hotel?
Warum oder? Es geht doch auch beides. Ich mag es grundsätzlich sehr gerne mit meinem 32l-Rucksack durch die Welt zu reisen, aber gleichzeitig übernachte ich auch gern mal im Hotel.

9) Bist Du ein Stadt- oder Landmensch?
Ich bin wohl am ehesten ein Kleinstadtmensch – nicht zu viele und nicht zu wenige Menschen.

10) Wo siehst Du Dich selbst in 5 Jahren?
Oh Gott, keine Ahnung, was in 5 Jahren ist. Ich weiß kaum, was nächstes Jahr kommt.

11) Stelle Dir selbst eine Frage und beantworte sie.
Willst du schlafen? – Ja, ich will. 😀 Tut mir leid, im Moment fällt mir keine gescheitere Frage ein.

Nachwort: Eigentlich müsste ich mir jetzt neue Fragen ausdenken und andere Blogger taggen, aber im Moment fällt mir auch dazu nichts ein. Wer dennoch gern mitmachen möchte – fühlt euch eingeladen, die Fragen von Sunny zu beantworten. 🙂

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Meer-Kooperation Teil I – „Wartberg, du sollst mir eine Burg werden.“

Die Wartburg kennen wir alle. Reformation. Martin Luther. Ihr wisst schon. Aber wusstet ihr auch, dass sich bereits vor Luthers Zeit interessante Dinge dort abspielten. Die damals 4-jährige Elisabeth von Thüringen wurde dem damals 11-jährigen Ludwig IV. versprochen und so wurden beide dann auch direkt verlobt. Die Hochzeitsnacht verbrachten sie in der Wiege, in der Elisabeth damals lag. Das nur vorab als kleine Anekdote.

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Die Thüringer Tourismus GmbH hat mich zu einer Rundreise durchs Thüringer Weihnachtswunderland eingeladen. Und lasst es mich vorab sagen: Es war wirklich eine gelungene Bloggerreise!

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Unsere Reise begann in Eisenach, natürlich auf der Wartburg. Dort fand ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt statt. Und so starteten wir in unser gemeinsames Wochenende mit Original Thüringer Rostbratwurst und einem richtig leckeren Glühwein. Diese beiden Zutaten zogen sich auch durch das ganze Wochenende und so werde ich euch in den nächsten Tagen noch mehr von meinen Highlights aus dem Weihnachtswunderland Thüringen berichtigen.

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Nachwort: Die Thüringer Tourismus GmbH hat mich freundlicherweise auf diese Reise eingeladen. Für meine Meinung kriege ich kein Geld, ich sage alles frei und ehrlich!

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