#HauptsacheReisen – Irland. Ein Urlaub der anderen Art.

Ihr kennt das: Urlaube sind immer ewig weit weg. Wenn sie dann da sind, sind sie viel zu schnell vorbei und schon kurze Zeit später kommt es einem so vor als sei es ewig her. Gefühlt ist das ja wirklich immer so, vor allem für ungeduldige, reiselustige Menschen wie mich.
Und so kommt es, dass ich bereits gegen Ende des aktuellen Urlaubs Pläne für den nächsten schmiede – wenn ich überhaupt so lange warten kann. Aber dazu habe ich die nötige Selbstbeherrschung entwickelt, denn man soll sich ja bekanntlich nur auf eine Sache konzentrieren und diese richtig genießen.
Und es ist ja auch nicht so, dass ich nicht gern nach Hause komme. Doch, das mag ich wohl sehr. Allerdings mag ich das nur für ein paar Tage gerne, danach ist das Kribbeln ganz schnell wieder da. Mein Körper und meine Seele wollen dann wieder raus und neue Sachen sehen. Sie wollen nicht weg von dem was sie haben, sie wollen nur immer neue Erlebnisse und Erkenntnisse dazu gewinnen.
Und so würde ich gerne gar nicht mehr immer mal in den Urlaub fahren wollen, sondern gerne zurück kommen, weil ich weiß, dass ich bald wieder los kann.

Urlaub bedeutet für mich, neue Länder zu bereisen; Städte zu besuchen, in denen ich vorher noch nie war und fremde Umgebungen zu erkunden. Das Wort „fremd“ sagt aus, dass man nie wirklich weiß, was einen erwartet. Aber wie soll man es auch wissen, bevor man nicht dort gewesen ist. Also nicht allzu lange überlegen, sondern reisen, sehen und erleben!
Die Kunst der Reisenden ist doch, sich nicht vom ersten Eindruck täuschen zu lassen, sondern einen Blick hinter die Kulissen zu wagen. Und wenn man mich nach meinem letzten Urlaub fragt, habe ich genau das gemacht. Ich hatte Spaß und habe die Umgebung erkundet. Ich habe es mir so richtig gut gehen lassen. Denn Urlaub bedeutet auch, nicht von Termin zu Termin hetzen zu müssen. Urlaub bedeutet, entspannt in den Tag zu starten. Im Urlaub mache ich auch gerne mal Quatsch auf dem Hotelbett. Und hinterher lache ich dann darüber, wenn ich bei einer Rolle vorwärts einfach mal gekonnt zur Seite falle.

Als wir Mitte April in Wexford, Irland ankamen, waren wir wenig begeistert, dass wir erstmal über „die große Brücke“ mussten. Die große Brücke sah im Internet nicht so groß aus und so konnten wir den Lautstärkepegel, der auf dieser Brücke herrschte, nicht im Geringsten erahnen. Also hieß es jeden Morgen: „Ab über die Brücke – und das im Sturmschritt“! Unser Ziel, das Riverbank House Hotel, lag genau „hinter“ der großen Brücke und so übertrug sich der Lärm direkt ins Bett. Die LKWs fuhren praktisch am Bett vorbei, denn zwischen Fenster und Straße lagen nur etwa 2 1/2 Meter. Dafür hatten wir einen direkten Blick aufs Wasser und konnten so jeden Abend den Sonnenuntergang genießen. Den Hoteleingang fand ich wunderschön und jedes Mal, wenn wir das Hotel betraten, wurden wir sehr freundlich begrüßt. Das macht so viel aus und direkt gute Laune.

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Der nahegelegene Stadtkern war auf den ersten Blick gar nicht so schön. Doch wir erkundeten ihn trotzdem. Jeden Tag ging es in eine andere Richtung und wenn man genau hinschaut, hat man in jeder Ecke eine andere sehr fotogene Aussicht entdeckt. Ich mag es ja wirklich gerne, so einsame Gegenden zu erkunden und Ausschau nach schönen Fotomotiven zu halten. Einsam wirkende Tore müssen gar nicht immer so einsam sein und trotzdem machen Sie sich gut auf Fotos. Auch die Bank stand da nicht so einsam herum, befand sie sich doch genau gegenüber vom Hotel, aber es kommt immer auf die Betrachtungsweise an, nicht wahr? Und so flogen mir in diesem Urlaub die bekannten irischen Klippen nicht entgegen – ich suchte mir die schönen Landschaften selbst.

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Und wenn man dann wirklich mal in Irland ist, muss man auch einen echten irischen Pub besuchen. Einige Tage waren schon vergangen und wir waren immer noch nicht in einem echten irischen Pub gewesen. Mussten wir doch immer über „die große Brücke“, Sturmschritt und so, ihr wisst schon und das noch nach dem Abendessen? Wo man doch schon fast vom Esskoma in den Tiefschlaf gefallen ist. Da fiel es uns oft schwer, uns aufzuraffen. Aber wir wussten, irgendwann wollten wir ein echtes Guiness trinken und dabei einen echten Iren echt irisch echte irische Folklore singen hören. Eines Abends rafften wir uns dann doch noch auf und trauten uns tatsächlich so einen echten irischen Pub mit echten Iren zu betreten. Und echt irisch war dann auch die Bedienung: kurz und knapp. Aber wir nahmen das einfach mal so hin und vertrieben uns die Zeit bis plötzlich ein junger, knackiger Ire die Schwingtür aufstieß und seine ganze Technik an Ort und Stelle platzierte. Es dauerte noch etwas, aber wir kamen bald in den Genuss von seiner sanften, durchdringenden Stimme. Gemütlichen Schrittes gingen wir dann zurück Richtung Hotel und – ihr ahnt es sicher schon – wir mussten wieder über die Brücke. Aber nachts wirkte die Brücke plötzlich so friedlich, fuhr doch kaum ein Auto zu der Tageszeit. Und so konnten wir den Abendspaziergang inklusive Brücke tatsächlich doch noch genießen.

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Dieser Urlaub war nicht der spannendste, in dem ich je war. Zumindest ist er nicht mit dem „Pilgern auf dem Jakobsweg“ oder „4 Länder in 17 Tagen“ vergleichbar. Und trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb, hatte er doch etwas Besonderes. Denn wir waren in einer Stadt, in der wir vorher noch nie waren. Wir ließen es uns zehn Tage einfach nur gut gehen und taten, wonach uns gerade der Sinn stand. Das war herrlich und hat die eigentliche Bedeutung von Urlaub ganz gut getroffen. Ich bin mir sehr sicher, dass es mich irgendwann noch mal nach Irland ziehen wird – dann hoffentlich mit Klippen und noch immer anhaltender Urlaubsgelassenheit.

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Göteborg nach 5 langen Jahren

Wenn man den halben Tag vor 2 Jahren nicht mitzählt, war ich 5 Jahre nicht mehr in Schweden und somit auch 5 Jahre nicht mehr in Göteborg – mein geliebtes Göteborg. Der halbe Tag zählt nun wirklich nicht, denn ich war im Prinzip nur auf der Durchreise. Göteborg galt in dem Fall nur als ein Zwischenstopp, da der Weg zu meinem Vorstellungsgespräch in Dalarna die 24-h-Marke überschritt. Nun ja. In jedem anderen Fall ist Göteborg natürlich mein eigentliches Ziel! Ich hatte auf meinen Reisen nach Schweden schon alle möglichen Reisemöglichkeiten ausprobiert. Ich war mit dem Flugzeug, dem Europabus und sogar der Fähre unterwegs gewesen. Dieses Mal entschied ich mich für die Bahn. Einmal und höchstwahrscheinlich nie wieder! Ich wollte mich von der 16 – 20 stündigen Fahrt nicht wieder abschrecken lassen, hätte aber mal lieber auf meinen Verstand hören sollen. Denn ich Held hatte mich auch noch für die Verbindung über Nacht entschieden – herrlich … war das nicht! Aber ich will mich nicht beschweren – ich bin angekommen und alles war gut.

Brunnsparken 2

Brunnsparken 1

Der Grund für meine Reise war simpel: Freunde treffen! Auf Facebook bekam ich eine Einladung zu einer Sommerparty. Geladen hatte eine Freundin, die vor einigen Jahren nach Italien gezogen und somit nur noch selten in ihrer Heimat war. Sie lud alle Freunde ein, die meisten sagten zu, nur ich nicht. Denn ich wollte sie alle überraschen! Nur eine besondere Freundin weihte ich ein, denn sie hatte mir schon öfter angeboten, dass ich beim nächsten Besuch sehr gern bei ihr übernachten dürfte. Ich erinnere mich noch genau wie ich Klara kennengelernt hatte. Wir hatten uns nur flüchtig getroffen vorher und sahen uns dann im Bus. Auch unser damaliger Dialog ist mir noch im Ohr und so begann unsere einzigartige, sehr besondere Freundschaft. Als ich nun nach besagten 5 Jahren vor ihrer Tür stand, war ich irgendwie nervös, aber auch wieder nicht, denn es war als hätten wir uns vorgestern zum letzten Mal gesehen. Es war alles anders und auch wieder nicht. Wir haben uns beide weiter entwickelt, aber glücklicherweise im gleichen Tempo, sodass wir immer noch auf einer Ebene schwebten. Das nennt man dann wohl wahre Freundschaft! Je näher besagter Überraschungsabend rückte, desto nervöser wurde ich. Aber alles war gut, alle freuten sich. Besonders meine Lachschwester schrie das halbe Restaurant zusammen, nachdem sie realisiert hatte, dass sie mich dort eigentlich nicht erwartet hätte. Das war wirklich urkomisch – im positiven Sinn! Sie betrat mit Freund das Restaurant, sah mich an und keine Regung. Ich so: Oops! Aber dann entglitten ihre Gesichtszüge, sie rannte auf mich zu, schrie und lachte und freute sich und drückte mich über Anna hinweg stundenlang. Ihrem Freund stellte sie mich nur vor mit: „Tysken!“ (Die Deutsche!) Hahahahaaaa!! Der war sichtlich verwundert zu Beginn, aber das schien ihm als Erklärung zu genügen.

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Am Samstagabend fuhr ich alleine nach Downtown Gothenburg ? Ich machte gar nichts besonderes und trotzdem war es für mich besonders. Ich entdeckte Orte, die ich während meiner zweijährigen Ortsansässigkeit entweder noch nicht für mich entdeckt hatte oder die einfach neu waren. Ich genoss die Zeit und den Sonnenuntergang am Hafen nur für mich!

Lasst euch eins gesagt sein: Wenn ihr denkt, ihr kennt einen Ort in- und auswendig, dann ist das garantiert nicht so! Geht los und entdeckt ihn neu! Den besagten Sonnenuntergang beobachtete ich am Hafen! Nun sollte man denken, dass ich schon das ein oder andere Mal am Hafen war. Das war ich bestimmt auch … Kuba an der Fähre abholen, Kuba wieder zur Fähre bringen, selbst mit der Fähre fahren und einmal zu Beginn meiner Schwedenzeit als ich das übliche Touri-Programm durchlief. Aber das war es! Und nach 10 Jahren laufe ich plötzlich völlig unvorbereitet in den Sonnenuntergang am wunderschönen Hafen! Meine Neuentdeckung habe ich auch wieder für euch in einem Video festgehalten.

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Der späte Sonntagvormittag und der frühe Sonntagnachmittag gehörte nur Anna und mir. Und auch bei uns hatte sich alles und wieder nichts geändert. Wir konnten schon immer über alles reden und wenn wir uns natürlich weiter entwickelt und beide viel durchlebt haben – das hatte sich nicht geändert. Und so nahmen wir alles durch, was uns derzeit so beschäftigt. Wir redeten vier Stunden am Stück über ernste sowie belanglose, lustige und auch traurige Themen. Zwischendurch gab es Sushi und ein großes Eis – richtig lecker!

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Am Montag machten Klara und ich uns gemeinsam auf den Weg zu einer der nahegelegenen Schäreninseln- Styrsö. Ich war schon die ganze Zeit so freudig aufgeregt und konnte es kaum abwarten. Klara war da schon relaxter, aber ich konnte meine Freude einfach nicht zurück halten und musste es andauernd kommunizieren. Angekommen war ich wie immer total fasziniert! Es war einfach nur total schön! Sicher kann ich euch den Eindruck nicht komplett vermitteln, aber ich wollte euch trotzdem gerne ein kleines Video zusammen schneiden, was wir an dem Tag so erlebt haben.

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Alles in allem genoss ich die Zeit in Göteborg einfach in vollen Zügen. Es war schön, meine Freunde zu überraschen! Es war schön zu sehen, wie sich jeder weiter entwickelt und wir trotzdem immer noch auf einer Ebene waren! Es war schön, Göteborg noch mal ganz neu für mich zu entdecken! Es war schön zu lachen und auch schön, immer noch ernste Dinge ansprechen zu können!

Die Rückreise war dann allerdings noch abenteuerlicher als die Hinfahrt. Ich möchte hier nur am Rand das sehr verbesserungswürdige schwedische Bahnsystem erwähnen. Und natürlich war ich Held wieder die ganze Nacht unterwegs plus den Tag darauf. Nun ja, dafür möchte ich der dänischen Staatsbahn applaudieren: nicht nur für das permanente WLAN im Zug, nein! Das schärfste war WLAN an irgendeinem Bahnhof mitten in Dänemark, an dem ich mitten in der Nacht knapp 2 Stunden Aufenthalt hatte. Das macht natürlich einiges erträglicher und war nicht mal in Kopenhagen so.

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Zeugenkussprogramm rückwärts

Nachdem ich euch ja nun schon erzählt habe, wie ich beim Zeugenkussprogramm quer durch die Rhön Berge bestiegen habe, möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten, wie es dazu kam, dass ich das ganze nun auch rückwärts durchlaufen habe.

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Das war nämlich so: Kuba hatte noch kein festes Urlaubsziel für sich festgelegt. Allerdings war sie dann so inspiriert von meinen Erzählungen, dass sie eine Woche in der Rhön entspannen und wandern wollte. Nun gut, dachte ich mir, da werde ich wohl gebraucht: Unterstützung durch vorangegangene Erfahrungen wird wohl niemand ablehnen. Und so geschah es, dass wir an einem Montag im September das Auto voll packten und uns auf den Weg in die hessische Rhön machten, genauer gesagt nach Poppenhausen.

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Und natürlich mussten wir auch zur Wasserkuppe hoch. Auf dem Weg nach oben sind wir der Ausschilderung gefolgt. Auf dem Weg zurück dachte ich mir: Moment, wenn ich jetzt schon noch mal hier bin, dann laufe ich den Weg vom Zeugenkussprogramm einfach noch mal rückwärts ab. Gesagt, getan. Schön war’s. Ich habe an alle Aktionen gerne zurück gedacht und fand das noch mal einen schönen Abschluss meiner Beitragsreihe.

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Ein paar Sonnenuntergangsfoto können auch nie schaden, oder? Bitte schön 🙂

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Dankbarkeit Teil V

Jetzt bloggt sie auch noch aus dem Zug… Ja, das ist vollkommen richtig: Ich bin gerade auf dem Weg nach Erfurt und trotzdem diese Woche vollkommen verrückt war, sitze ich hier voller Dankbarkeit!

Ich habe in dieser Woche von Mittwoch bis Freitag (jeweils den ganzen Tag und fast die ganze Nacht) über 8.000 Musikdateien eingelesen, sortiert und beschriftet und damit sage ich leider auch goodbye, du geliebtes iPhone (geliebt, weil geschenkt!). Diese Aktion erforderte vor allem Geduld und Präzision. Und auch wenn ich von beidem mittlerweile einiges habe, war es ganz schön anstrengend. Jeden Tag saß ich bis spät in die Nacht (Mittwoch 4 Uhr, Donnerstag 3 Uhr, Freitag 5 Uhr) am PC und habe getippt, geschoben und gewechselt. Jetzt kann ich sagen, es ist fertig – und ich auch.
Denn natürlich gibt es in so einer besonderen Weihnachtszeit wie dieser auch jede Menge zu tun. Und so bin ich gestern (Samstag) dann auch um 8 Uhr schon wieder aufgestanden. Nachdem ich meinen Weihnachtshampelmann für Instagram gebastelt und gefilmt habe, ging es ans basteln für heute. Aber nebenbei entwickelte ich eine große Vorfreude für den gestrigen Abend: ein weiteres Konzert-Highlight stand an – der großartige Gregor Meyle lud nach Leipzig ein. Ich hörte leider direkt an den ersten Tönen, dass der Musikgenuss nicht derselbe sein würde wie vor ein paar Wochen beim heldenhaften Tim Bendzko. Das lag aber nicht am phänomenalen Musiker, sondern an der Akustik im Raum. Die Techniker konnten da auch nichts für und gaben ihr bestes. Das Konzert habe ich trotzdem so extrem genossen, weil: Ihr erinnert euch – Steffi und Live-Musik! Ich kann euch Gregor Meyle und seine wahnsinnigen Songs nur ans Herz legen. Hört sie euch an, taucht ab und genießt!
Und der wahnsinnige Gregor Meyle macht natürtlich auch drei Stunden Konzert – ohne Pause wohlbemerkt! Nachdem ich dann um halb zwei im Bett lag, klingelte der Wecker heute morgen – sehr erbarmungslos – um 6 Uhr. Das Aufstehen fiel kurz schwer, aber nach dem duschen war alles gut und Kuba fragte noch, warum ich so gute Laune hätte. Ha, das fragte sie wirklich. Weil ich gestern beim Konzert war und mich heute mit meinen Mädels treffe. Hach, es wird herrlich!

Ihr habt richtig gehört: Ich sitze nach vier sehr, sehr kurzen Nächten an einem Sonntag voller Dankbarkeit im Zug, weil ich es wieder kann. Denn wie sang Gregor Meyle gestern so treffend: Das Schlimmste ist vorbei, Hauptsache du bist bereit. Und so ist es: Ich bin bereit und dankbar dafür!

Nachwort: Eigentlich sollte heute ein anderer Artikel zu Dankbarkeit kommen, aber als Bloggerin ist man ja auch flexibel.

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Musik-Genuss auf hohem Niveau

Neben meiner Meerliebe habe ich noch eine zweite große M-Liebe: MUSIK. Ich würde sogar so weit gehen: Ich bin verrückt nach Musik. Jawohl. Von mancher Musik bin ich fasziniert, manche verbreitet einfach gute Laune und andere wiederum erinnert mich an vergangene Ereignisse. An meine Zeit als Tour-Roadie zum Beispiel muss ich immer denken, wenn ich die Olsenbande, „Marina“ oder auch „Stumblin‘ In“ höre. Mein absolutes Lieblingslied aus dieser Zeit ist aber immer noch „Hello Mary Lou“. Fasziniert bin ich ganz besonders von Musicals, wie zum Beispiel Tanz der Vampire und natürlich vom großartigen Gregor Meyle und seinem neuesten Wahnsinnssong „Hier spricht dein Herz“. Und weil das irgendwie nach einem einseitigen Musikgeschmack aussieht, nenne ich jetzt einfach mal noch ein paar Musiksparten, -genres und -gruppen wild durcheinander, die mich alle in meinem bisherigen Leben beeinflusst haben: Operetten, Klassik, Die Toten Hosen & Die Ärzte (Ja, ich mag sie beide. Und nein, ich mag keine von beiden lieber als die andere.), Schlager, Sportfreunde Stiller, Boybands, deutsche Musik, Oldies … Ich könnte die Liste noch eine Weile weiterführen, aber ich glaube, ihr bekommt auch so einen Eindruck. Und noch ganz besonders viel mehr mag ich Live-Musik. Sobald ich jemanden singen höre und dazu prescht jemand anderes oder derjenige selbst in ein Instrument, bin ich glücklich. Ja wirklich! Es muss einigermaßen gut klingen, aber das ist meist eine technische Sache. Und perfekt ist niemand. Geschmäcker sind verschieden. Mehr Sprichwörter fallen mir nicht ein, aber ihr versteht schon. Ich gebe auch zu, ich bin eine von denen, die immer sagen wird: Das ist nicht gut eingestellt. Da sitzt wohl ein Praktikant am Tonpult. Meistens ist das schon auch alles ok, so grundsätzlich halt. Fakt ist also folgendes: Live-Musik macht Steffi glücklich.

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Also ich Ende Juni die Karten für Tim Bendzko bestellt habe, wusste ich noch nicht, dass dieses Konzert ein absoluter Wahnsinn werden würde. Und von meinem Standpunkt aus ist das wirklich nicht übertrieben. Warum mir die Musik von diesem deutschen Sänger so besonders gut gefällt, habe ich hier schon mal beschrieben. Tim Bendzko ist für mich ein authentischer Künstler, der mit voller Leidenschaft für die Musik lebt. Auf das Konzert hatte ich mich vier Monate gefreut. Ich wollte diese Musik einfach nur live hören. Am letzten Dienstag war es dann soweit und ich kann nur sagen: Das Warten hat sich wirklich gelohnt.

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Diese Konzertreihe trug den außergewöhnlichen Namen: „Mein Wohnzimmer ist dein Wohnzimmer“ und fand außerhalb der üblichen Tourneen statt. So war der Veranstalter ein Theater und wir konnten sitzen. Ich saß gemütlich, konnte wunderbar schauen (Danke du liebes Gehirn, dass du bei der Kartenbestellung so toll mitgedacht hast.) und begann mich zu entspannen. Die völlige Entspannung griff dann, als die ersten Töne erklungen. Darf ich noch mal HAMMER sagen? Ich mache es einfach: HAMMER!

http://www.youtube.com/watch?v=VZMS6GvmBGI
Ich hatte mir vorher vorgenommen, mein Handy während dem Konzert komplett auszuschalten, weder Photos noch Videos wollte ich machen. Ich wollte mich einfach komplett auf die Musik konzentrieren und das war genau die richtige Entscheidung. Anfangs kamen mir sogar ein paar Mal die Tränen, weil ich es so unglaublich schön fand. Ich schloss währenddessen immer mal wieder die Augen und konzentrierte mich dadurch noch intensiver auf die Musik. Ich fand es einfach wahnsinnig toll. Als ich halb elf das Theater verließ, konnte ich nicht glauben, dass 2 1/2 Stunden Konzert vorbei sind. Das ist natürlich ein gutes Zeichen, weil ich es dann wirklich genossen habe. Aber ich hätte auch gerne noch länger genossen. Ich habe mich auch nicht einmal zur Technik umgeschaut. Normalerweise mache ich das immer als erstes. Ich gucke immer, wo sitzt die Technik und wer sitzt dran. Am Dienstag war das anders. Es gab aber auch keinen Grund zur Beanstandung: Die Musik war auf den Punkt – ein Genuss auf hohem Niveau eben!

Nachwort 1: Live-Musik muss nicht perfekt sein, damit sie mich glücklich macht.
Nachwort 2: Wenn sie dann aber perfekt ist, ist es noch umso besonders viel mehr schöner und toller und besser.

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Offenbach – Juni, 06. – 09.2014

Vor einer Woche waren KuBa und ich in Offenbach. Aufgrund des Internetausfalls kommt jetzt etwas verspätet der Bericht dazu.

Juni, 06. 2014:
KuBa wollte um 10 Uhr losfahren, ich hielt 8 Uhr für angebrachter, also einigten wir uns auf 9 Uhr. Nach einem kurzen Abstecher zu den besten Großeltern ging es dann auch pünktlich um 9 Uhr los.
Die A38 war wie immer schön leer und bis Frankfurt war auch alles erträglich – bis auf den Latte Macchiato, den ich auf dem Rastplatz Hasselberg trinken wollte. Also 2,50€ war die Version in small niemals wert. Um Frankfurt wurde es dann wie immer voll, aber wir kamen ganz gut durch. Auch in Offenbach fanden wir, bis auf einen kurzen Ausrutscher, gut zum Bro, der auch schon auf uns wartete.
Zur Abkühlung gab es Coke und dann musste der Gute noch mal ins Büro. Wir hingegen hatten ja frei und erkundeten die Stadt. Zielstrebig steuerte ich den Müller an, mit Zwischenstopp im Deichmann. Hach Müller – ich mag ihn einfach. Viele hübsche Kleinigkeiten wanderten in mein Körbchen, u.a. zwei neue Labellos und ein Mascara, aber auch Washi-Tape, neue Karteikarten und Bastelzubehör. Eine Lady von Maybelline war für Promotion-Zwecke dort. Also die beste MakeUp-Artistin war das wohl nicht, aber gegen einmal kostenloses Schminken hatten wir trotzdem nichts einzuwenden.
Zurück beim Bro entschieden wir uns für italienisch und machten uns auf den Weg zur Pizzeria um die Ecke. Für mich gab es Tagliatelle mit Lachs und Tomatensauce. Dazu nahm ich einen Latte Macchiato, der wesentlich besser schmeckte als der am Vormittag.
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Juni, 07. 2014:
Mit einem späten Frühstück mit frischen Bäckerbrötchen kann man so einen heißen Tag schon ganz gut starten. Später ging es dann auf einen kurzen Stadtrundgang. Vorbei an der neuen Wohnung von Bro & Missy ging es weiter zum Wochenmarkt. Schön war’s, aber doch sehr heiß, deshalb blieb es bei einem kurzen Besuch. Ein Eis sollte Abkühlung schaffen. Lecker!
Nach einem kurzen Blick in Xenos wusste ich, dass ich da doch länger durch stöbern musste. KuBa schloss sich an, der Bro ging heim. Er fühlte sich nicht sehr fit. Eigentlich wollten wir nämlich heute Motorrad fahren, aber daraus wurde nichts. Vielleicht morgen meinte er …
Im Xenos hielt ich mich eine gefühlte Ewigkeit in der Bastelecke auf, verließ den Laden aber ohne WashiTape. Yes, ich bin so stolz auf mich. Dafür wanderte anderer Bastelzubehör in mein Körbchen, außerdem eine kleine Handtasche und ein tolles, grünes Tuch.
Zurück beim Bro machten wir Kaffeepause mit Zupfkuchen und später gings zum Einkaufen. Es sollte Obstsalat geben, etwas lecker erfrischendes bei dieser Hitze.

Juni, 08. 2014:
Der Sonntag startete genau so lazy wie der Samstag. Es gab Spiegelei auf Brötchen – sehr lecker. Viel mehr Hunger hatte ich aber auch nicht, denn es deutete sich eine noch viel größere Hitze an als am Samstag. Und so gestaltete sich dann auch der Rest des Tages. Wir hingen lazy auf der Couch ab, schauten Film, aßen Eis und spielten am Smartphone rum. Schön war es trotzdem, richtig entspannend eben. Mit dem Motorrad fahren wurde das leider wieder nichts, denn der Bro fühlte sich immer noch nicht wirklich fit. Dafür kochte er später seine berühmte Lasagne, die wirklich sehr lecker war.
Danach ging es ins benachbarte Dreieich. Vor einigen Jahren war ich jeden Sommer dort und arbeitet bei den Burgfestspielen Dreieich. Für mich einer der größten und schönsten Erfahrungen überhaupt bisher. Deshalb war dieser Abend auch besonders emotional. Zuerst ging es zur Burg. leider war diese gerammelt voll, bedingt durch eine Kirmes. Aber ich ließ mich dadurch nicht stören und schaltete die Leute aus. Ich machte Fotos, schwelgte in Erinnerungen und genoß den kurzen Moment. Danach ging es auch schon weiter zum Bürgerhaus Dreieich, denn dort sollte an dem Abend eine Generalprobe stattfinden, die wir uns anschauen wollten. Ich schwelgte in Erinnerungen, hatte emotionale Ups and Downs aufgrund unsicherer Ereignise und hielt ein kurzes Pläuschen mit dem Techniker. Schön war’s, ihn mal wieder zu sehen!
Und schön war’s auch, mal wieder dort zu sein!
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Juni, 09. 2014:
Da wir der Hitze entgehen wollten, flogen wir schon um 8 Uhr vom Hof in Offenbach direkt auf die Autobahn. Wir kamen gut durch und alles verlief reibungslos, bis auf eine Situation: Ein Autofahrer, den wir aus einer Ausfahrt rauslassen wollten, schrie uns völlig grundlos an. Ich hoffe, der Typ merkt irgendwann, wie völlig daneben das war. Meine Angst konnte er in dem Moment nicht spüren, dennoch war sie da. Weiter möchte ich mich dazu nicht äußern.
Mittags waren wir dann zuhause und auch echt froh, nicht mehr im Auto sitzen zu müssen. Wir packten alles aus und räumten es an Ort und Stelle. Danach gab es eine Menge One Tree Hill. Schließlich hatten wir einiges aufzuholen.

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Dänemark – Tag 7: April, 19. 2014

Abreisetag. Von 8 bis 10 Uhr packten wir alles in Taschen und Beutel, machten Essen für den Tag, beluden das Auto und räumten das Ferienhaus auf. Um 10 Uhr ging es für ca. 30 Minuten für einen letzten Spaziergang zum Strand. Goodbye Meer!
10:45 verließen wir dann endgültig Helsingør. Auf der Fahrt zur Fähre hörten wir „unseren Jakobsweg“, wie ihn Hape Kerkeling erlebt hat. Die Fähre war wieder toll dieses Mal. Einige Zeit saß ich in der Sonne und genoß einfach das Meeresrauschen um mich herum. Kurz vor Schluss holten wir uns noch ein paar dänische Cookies in einer tollen Dose, die ich nach dem Verzehren für irgendetwas tolles verwenden verwenden kann. Da wir als erstes auf die Fähre fahren konnten, mussten wir natürlich schnell am Auto sein, konnten aber dafür auch das Anlegen des riesigen Schiffes aus nächster Nähe beobachten. Die Fahrt ging dann relativ unspektakulär weiter. Zum Glück hatte ich mein Tablet dabei. Dort liefen nacheinander: Kölner Treff, Schillerstraße – Das Himmelfahrtskommando, Elton vs. Simon – Wer kann länger auf einer Kuh sitzen und Schillerstraße – Die Pyjama-Party.
Da sich die Fahrt dieses Mal doch etwas zog, legten wir für die letzte Stunde noch mal die Ärzte-CD rein. Der Bro und ich genossen das sichtlich und sangen lauthals mit. Toll war’s! Für mich war es etwas besonderes, da ich selten so frei und ungezwungen sein kann.
Auf direktem Weg fuhren wir dann noch zum Osterfeuer, weil kein Essen mehr im Haus war. Also bedienten wir uns dort am Grill, da wir ja lange kein Barbeque mehr hatten 😉 Für mich gab es eine Bratwurst und ein Steak, dazu ein Bier.
Dann ging es aber wirklich nach Hause. Alle duschten und befreiten sich von ihren sandigen Klamotten. Und so sehr ich das Meer auch mag, mein großes Bett mag ich fast noch lieber.

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Dänemark – Tag 6: April, 18. 2014

Freitag war nicht so ein toller Tag, deshalb schreibe ich jetzt erst darüber. Am Morgen ging es mir nicht so gut. Deshalb machte ich mich direkt nach dem Duschen ohne Frühstück auf dem Weg zum Strand. Mit kurzen Unterbrechungen und wechselnden Gesprächspartnern war ich dann insgesamt 4 Stunden (10 bis 14 Uhr) am Meer und in der Umgebung unterwegs.
Danach gab es erst mal Mittag. Wir wärmten die Reste vom Vortag auf: Fleisch und Pellkartoffeln. Missy und Bro gingen dann noch mal kurz einkaufen und KuBa und ich räumten auf. Weil alle wohl etwas müde von der vielen frischen Luft am Vormittag waren, gönnten wir uns alle etwas Ruhe nach dem Essen. Ich erwischte den Platz in der Sonne und schlummerte dort wieder ca. eine Stunde vor mich hin. KuBa und ich schlichen uns dann aus dem Haus um noch mal zum Strand zu gehen. Das ist einfach herrlich in der Nachmittagssonne. Mit Steine sammeln und neuen Wegen erkunden war eine Stunde schnell wieder vorbei. Etwas kaputt war ich dann schon, aber ich wollte mich nicht schon wieder hinlegen. Also bastelte ich meine Karten für Mittwoch und Donnerstag.
Dann machten Missy und ich uns ans Abendessen. Aus allen Resten, die noch so vorhanden waren, zauberten wir einen leckeren Thunfisch-Salat nach chinesischer Art und einen Creme-fraiche-Dip mit Tomaten, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Knoblauch. Lecker war’s.
Und weil es so schön ist am Meer, machten der Bro und ich uns so gegen halb zehn noch mal auf den Weg zum Strand. Auch abends ist es dort herrlich und so verweilten wir wieder für eine Stunde dort.

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Dänemark – Tag 5: April, 17. 2014

Heute Morgen war ich so gegen 9 Uhr wach und damit noch eine der ersten. Ich stand auch relativ schnell auf, da ich die Erste im Bad sein wollte (weil: warmes Wasser). Aber falsch gedacht, ich musste EISKALT duschen und das hieß für mich eher so abspritzen mit diesem furchtbar kalten Wasser. Egal. Ich war fertig und habe dann meinen Bericht für Dienstag geschrieben.
Nachdem dann alle so aus ihren Betten gekrochen waren, gab es so gegen 12 Uhr Frühstück mit sehr leckerem Rührei mit Champignons, Tomate, Paprika & Bacon. Danach machte jeder, was er will, aber ich war irgendwie nicht so dabei.
Gegen 16 Uhr machten wir uns dann eeendlich mal auf den Weg zum lange geplanten Café to go. Aber als wir auf dem Weg an einer Eisdiele vorbei kamen, war alles dahin, zumindest beim Bro und mir. Der Bro bekam das größte Softeis, was ich jemals gesehen hatte, und ich holte mir eine Waffel mit Softeis und Erdbeermarmelade drauf. Der Rest blieb bei seinem Vorhaben und dann machten wir uns auf den Rückweg. Einige gingen Richtung Strand, andere auf dem kürzesten Weg wieder nach Hause. Ich war natürlich in der Meergruppe und so spazierten wir schön am Wasser entlang.
Zum Abendessen gab es wieder ein Barbeque. Lecker war’s! Jetzt spielen die Anderen Karten und ich habe mich zurück gezogen, da mich schon den ganzen Tag furchtbare Rückenschmerzen plagen.

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