23.08. – 27.08.2010: Schottland

Fragt der Schotte seinen Kumpel: „Warum steht MacCrown denn stundenlang an der Ampel?“ – „Der Arzt hat ihm Rotlicht verordnet!“

Da isser aber der einzige. Die ganzen Leute in England, Irland und Schottland drücken zwar auf die Ampel, aber rennen trotzdem sofort los, egal ob rot oder grün. Dieses Phänomen ist tatsächlich nirgends abgerissen und ich fands immer wieder faszinierend wie man so die Touristen identifizieren konnte – denn das waren die einzigen, die gewartet haben, bis die Ampel auf grün geschaltet hat!
Bevor ich alles vergesse, und auch damit ich dann in Schweden weiterschreiben kann, werde ich jetzt mal diesen Eintrag vervollständigen!
Nach der Pleite in Dublin, war das Gefühl auf jeden Fall toll, wieder in ein neues Land zu reisen, eine neue Stadt und neue Leute! Irgendwie kam mir Edinburgh auch wesentlich organisierter und durchdachter vor. Da wurden doch Haltestellen tatsächlich wieder angesagt, die Namen der jeweiligen standen auch an den Haltestellen dran – toll, wie im Paradies 😉
Am Flughafen angekommen, gings nach dem üblichen Geldholen mit wieder anderer (aber altbekannter) Währung, ganz schnell zum Bus. Dieser war schnell gefunden, Ticket geholt und schwups saßen wir drin – oben, ganz vorne. Also hatten wir auch noch ne tolle Aussicht 🙂
In Edinburgh angekommen, war der Platz wo wir mit dem Shuttle zum Hostel abgeholt werden sollten, ebenso schnell gefunden, nur die genaue Haltestelle blieb unauffindbar. Im Internet hatten sie D angegeben, D war aber nicht aufzufinden, nur ZD. Dort haben wir also letztendlich gewartet, aber am Ende hielt er dann doch noch vor ZA, totales Chaos also, aber das war dem Hostel zuzuschreiben. Die Ordnung in Edinburgh blieb 😉 Aber egal, wir kamen gut im Hostel an. Schnell wurden die üblichen Formalitäten erledigt, und auf gings ins Zimmer. Obwohl wir 2 Betten für ein 8er-Zimmer gebucht hatten, kamen wir in ein 6er-Zimmer – auch gut! Die Betten waren super!!!! 1. waren sie stabil und 2. konnte man die mit so nem Vorhang zuziehen, so dass man wenigstens ein bisschen sowas wie Privatsphäre hat.
Das Hostel hatte was von großen Ferienlager früher, riesenlange Gänge, Duschen und Toiletten aneinander gereiht, ein Esssaal mit Campingbänken – aber irgendwie auch cool.
Am Montagabend mussten wir dann noch schnell Wäsche waschen und sind dann wieder dementsprechend spät ins Bett. Somit haben wir Dienstag auch erstmal das Frühstück verschlafen. Nachdem wir uns dann mal aus dem Bett gequält haben, sind wir wieder mit dem Shuttle in die Stadt gefahren und haben als erstes gefrühstückt. Leider hatten wir uns für so Taccos entschieden, die ja bekanntlich recht scharf sind, war irgendwie nicht so klug auf nüchternen Magen, aber lecker waren sie trotzdem. Dann sind wir direkt aufgebrochen zum Edinburgh Castle. Das war ein schöner Weg da hoch, auch mitten durch das Kulturfestival, was da grad war. Von oben hatte man einen tollen Ausblick über die Stadt. Von dort gings dann die Royal Mile runter, die einem direkt zum Palace of Holyroodhouse führt. Hier wohnt die Queen, wenn sie mal zu Besuch ist. Unterwegs haben wir durch verschiedene kleine Lädchen geschaut, uns teilweise die Shows angeschaut und natürlich einen Zwischenstop bei Starbucks eingelegt – Kaffee für Mutti, Strawberry Frappuchino für mich – lecker 🙂 Als wir unten ankamen, haben wir uns natürlich noch den Palast angeschaut und auch gleich das daneben liegende Scottish Parliament. Wir haben auch einen Blick zum Vulkan rüber gewagt, aber leider war es dafür an dem Tag schon zu spät, also haben wir es auf einen anderen Tag verschoben. Wir sind dann nur noch auf direktem Weg zurück, haben was zum Abendbrot gekauft und sind dann mit dem Shuttle zurück zum Hostel gefahren. Am Abend haben wir dann auch nicht mehr so lange gemacht, weil wir ja am nächsten Morgen früh rausmussten um auf unsere 2-tägige Highland-Rundtour aufzubrechen.
Ich weiß nicht mehr genau wann, auf jeden Fall zu zeitig, klingelte dann Mittwochfrüh der Wecker. Wir haben also all unsere Sachen wieder zusammen gepackt und sind mit dem ersten Shuttle Richtung Stadt. Da wir natürlich, wie geahnt, viel zu früh da waren, sind wir dann noch in den Bahnhof und haben uns Kaffee und Tee geholt. Als das erledigt war, haben wir uns noch mit etwas Essen für den Tag eingedeckt. Als wir wieder Richtung Treffpunkt gingen, sah ich schon einen schönen neuen Bus da stehen, Inhalt: lauter Omi’s und Opi’s und ein junger Fahrer mit Schottenrock – yeah!!!! Der allerdings fand unseren Namen nicht auf seiner Liste und somit stellten wir fest, das wir uns der falschen Tour anschließen wollten. Na gut, also mussten wir noch etwas warten. Kurze Zeit später kam dann der nächste Bus – ne alte Klapperkiste, Inhalt: alter, zotteliger Mann mit Jeans 🙁 Bill (der Fahrer) war zwar echt nett und lustig, aber der junge Schotte MIT Schottenrock wär mir doch sympathischer gewesen 😉 Nachdem wir erstmal noch ne halbe Stunde warten mussten, weil irgendwelche Teilnehmer nicht kamen, wurde Mutti schon langsam sauer, weil wir extra so früh aufgestanden waren, hihi 🙂 Die Vermissten kamen dann aber trotzdem nicht, und so fuhren wir mit ca. 40 Minuten Verspätung los. Erst hat er also ein bisschen über Edinburgh erzählt, und dann gings raus Richtung Highlands, aber da war ich schon eingschlafen……… Vorbei am Stirling Castle ging es nach Trossachs, wo wir kurz angehalten haben. Da hats aber nur für einmal Toilette und einen Tee gereicht. Weiter ging es nach Fort William, da sollte es Mittag geben. Aber alles was es da gab, sah irgendwie recht unappetitlich aus, zum Glück hatten wir ja unsere Sandwiches. Am Nachmittag ging es dann schnurstracks zum Loch Ness, juhuuu! Quer durch die Highlands, mit Musik auf den Ohren – ich habs einfach genossen! 🙂 Loch Ness ist riiiiiiiiiiiesig! Und nein, das Monster ist nicht für uns aus dem Wasser gesprungen 😉 Nächster Stop war das Urquhart Castle, das ist direkt am Loch Ness und wunderschön!!!!! Wirklich! Danach ging es dann nach Inverness, wo wir alle für die 1 Nacht übernachtet haben. Wir waren wieder in einem Hostel, war ganz nett. Dort haben wir aber nur bezahlt, kurz unsere Sachen abgestellt und sind dann direkt nach Inverness rein. Eigentlich wollten wir uns ein bisschen umgucken, aber die meisten Läden hatten schon zugemacht. Ich hab dann nur in so einem tyisch-schottischen Laden nen ganz süßen, knuffigen und verwuschelten Westhighland-Terrier gefunden!!!! Und ich konnte einfach nicht widerstehen 🙂 Weiter ging es noch schnell zum Supermarkt, und das war der erste richtig große Supermarkt, den wir gefunden haben. Für den Abend gabs Pizza, für zwischendurch Donuts und für den nächsten Tag Kekse und Trinken. Am Abend haben wir dann auch nicht mehr viel gemacht, ausser Pizza gegessen, und ein bisschen Fernseh geguckt. Sind dann aber bald ins Bett, wo ich feststellen musste, dass diese Nacht gefährlich werden könnte! Ich lag im Doppelstockbett oben – ohne Gitter und sehr wackelig. Und als im am nächsten Morgen aufwachte, lag ich auch gefährlich nah am Bettrand, eine Bewegung in die falsche Richtung und ich hätte unten gelegen. Am Morgen mussten wir uns dann allerdings etwas beeilen, um rechtzeitig am verabredeten Treffpunkt zu sein. Da wir aber noch vor dem Busfahrer da waren, stufe ich das immer noch als pünktlich ein 😉 Es ging also weiter nach Pitlochry, wo Mittagspause war. Und danach ging es endlich nach St. Andrews. Eine tolle kleine Stadt, wo der Golfsport herstammt. Wir haben uns ein bisschen die Innenstadt angeguckt, die Universität, wo auch Prinz William studiert hat und dann waren wir noch kurz am Strand. Da war es extrem stürmisch und deshalb sind wir schnell wieder zurück Richtung Einkaufsstraße. Aus Schottland brauchte ich ja auch noch ein Souvenir und ich hatte mich für einen Kapuzenpulli mit einer St. Andrews-Aufschrift entschieden!!!!! Als das erledigt war, mussten wir auch schon wieder zum Bus, wo es dann direkt zurück nach Edinburgh ging. Dort haben wir dann am Abend noch schnell Abendbrot gegessen und sind dann wieder mit dem Shuttle in dasselbe Hostel, wo wir auch die ersten 2 Nächte waren. Wir kamen lustigerweise auch wieder in dasselbe Zimmer, Mutti hatte auch dasselbe Bett, ich nicht, aber das war nicht schlimm. Am nächsten Morgen haben wir dann endlich mal geschafft, da auch zu frühstücken und da war der Speisesaal, den man vom Ferienlager früher kennt. Aber das Frühstück war alles ordentlich, und es gab sogar Orangensaft – yeah! (Das erste Hostel überhaupt, das frühs etwas anderes hatte als Kaffee!! Und ich war in einigen auf der Reise 😉 An dem Tag sind wir also dann den Vulkan hochgeklettert. Und von da oben hatte man wieder eine super Aussicht. Wir haben uns einfach dort irgendwo hingesetzt und die Aussicht genossen. Da es uns an dem Tag beiden nicht so gut ging, haben wir eher den Tag genossen als uns zu hetzen und sind ganz langsam vor uns hingeschlendert und haben viel Pause gemacht – war auch mal nett 🙂
Am Abend gings dann wieder ins Hostel und schon wieder mussten wir Sachen packen, weil wir am nächsten Morgen ja schon wieder abfahren würden. Nach dem Frühstück am nächsten Tag haben wir zwar ausgecheckt, aber unsere Sachen im Gepäckräum verstaut, und sind noch ein bisschen am Meer entlangspaziert, was ja genau hinter dem Hostel war! Danach sind wir mit dem Shuttle in die Stadt, haben dort noch den Nachmittag verbracht und ein bisschen gebummelt, u.a. waren wir in einem Museum über Geld, und dort haben wir dann auch ein Haus zusammengebaut, hehe 😉 Am Abend haben wir uns eine leckere Pizzeria gesucht, wo wir uns recht lange versucht haben aufzuhalten. Da mussten dann schonmal die dürftigen Englischkenntnisse von Mutti als Ausrede herhalten, weil ich ihr ja erst alles übersetzen musste, und deshalb haben wir so lange gebraucht um zu wählen und uns zu entscheiden, etc. 😉 Aber da wir die nächste Nacht am Flughafen verbringen wollten, wollten wir uns vorher noch so lang wie möglich in der Stadt aufhalten, und da traf es eben die Pizzeria. Wir hatten uns dann aber für seeehr leckeres Knoblauchbrot mit Tomate&Mozarella entschieden und eine Pizza. Die Kellnerin hatte auch sofort verstanden, das wir die Pizza teilen wollten, und so bekamen wir dann sogar zwei Teller und zweimal Besteck serviert, wow! Mutti bestellte sich zur Feier des Tages sogar noch ein Glas Wein!!! Das Essen war superlecker und wir haben noch ewig da gesessen und erzählt. Am Ende hab ich denen auch noch den Studentrabatt abgelockt, hehe 🙂 Das waren glaub ich sogar 20% oder so, eigentlich echt gut. Dann gings aber schon mit dem Transferbus zum Flughafen, wo wir gerade noch rechtzeitig kamen um gute Schlafplätze zu bekommen, denn diese waren bereits heiß begehrt. Kaum angekommen war ich schon eingeschlafen, nur so wirklich lange hielt das nicht. Nach einer Stunde war ich wieder wach und obwohl ich dann die ganze Nacht nicht mehr schlafen konnte, verging diese recht schnell. Weil ich aber die ganze Nacht unter der Lüftung gesessen oder gelegen hatte, musste am nächsten Morgen ganz schnell ein heißer Tee her. Als unser Flug dann auf der Anzeigetafel erschien, sind wir auch gleich los….
…und ab da wurde mir bewußt, dass das kalte & triste Deutschland wieder auf mich wartete….

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